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Rund um die Landwirtschaft

Das Leben auf dem Bauernhof ist anstrengend. Täglich sorgen die Landwirte dafür, dass wir unser täglich Brot erhalten, Milch, Käse und Butter im Kühlschrank stehen und unseren Sonntagsbraten genießen können.
Gäbe es die Landwirtschaft nicht, müssten wir verhungern, das ist keine Übertreibung, denn nicht nur Brot, Käse und Fleisch werden von Bauern erzeugt sondern auch Obst und Gemüse.
Und da kaum jemand ein Leben in der arbeitsintensiven Landwirtschaft führen will, ist der Beruf des Landwirtes leider nicht so gesellschaftlich angesehen wie der eines Fußball- oder Filmstars. Dabei kann man zur Not auch auf Fußball und Film verzichten – auf die Landwirte nicht. Die Landwirtschaft ist der wichtigste Wirtschaftszweig, ohne die ein Leben in unserer Gesellschaft unmöglich wäre. Wir leben nicht mehr in kleinen Jagdgesellschaften zusammen und erlegen keine Mammuts und Büffel. In einer Massengesellschaft ist der einzelne auf die Zusammenarbeit aller Wirtschaftsbereiche angewiesen und vor allen Dingen auf die in der Landwirtschaft. Man stelle sich ein Leben ohne Landwirtschaft nur einmal vor.
Bauern sind die ersten im Land, die am Morgen aufstehen. Ohne Frühstück werden zuerst die Tiere versorgt, die Ställe werden ausgemistet. Am Mittag geht es entweder zum Säen oder zum Ernten auf die Felder, das Heu muss eingefahren werden, abends werden wieder die Tiere versorgt und gefüttert. Nach dem Abendessen wird die Buchhaltung gemacht. Und erst spät kann man sich zur Ruhe legen. Als Landwirt hat man einen 18-Stunden-Tag, keine Freizeit und keinen Urlaub. Das Leben in der Landwirtschaft ist wirklich harte Arbeit.
Wer also die nächste Zeit auf dem Lande weilt und einem Bauern begegnet, sollte ihn etwas freundlicher begrüßen.

 

Rund um die Landwirtschaft

Kühe auf dem Bauernhof

Wer als Kind schon zu Besuch auf dem Land war, hat mit Sicherheit schon jenseits des schützenden Zaunes direkte Konfrontation mit einer Kuh erfahren. Mit vor lauter Angst aufgerissenen Augen starrt man das vermeintlich wilde Tier an, und man sieht im Geiste schon das Leben an sich vorbeiziehen. Doch das arme Tier, selbst verschreckt durch die Reaktion des kleinen menschlichen Wesens vor einem, steht da, und weiß nicht, was sie tun soll. In den meisten Fällen geht eine Begegnung mit Kühen auf der Weide oder auf einem Bauernhof natürlich gut aus und die Tiere sind natürlich viel friedlicher, als man es sich als überzivilisierter Stadtmensch vorstellt.

Tiere auf dem Bauernhof

Kühe auf dem Bauernhof sind für alle, die das Landleben einmal kennenlernen wollen, die wohl interessantesten Tiere. Als Nutztiere dienen sie in zweierlei Hinsicht. Zum einen fristet das eine oder andere Rindvieh leider sein Dasein, um später geschlachtet und zu werden. Das lässt sich in unserer Gesellschft aber leider nicht verhindern und der liebste Tierfreund schätzt doch ein gut gegrilltes Steak sehr. Zum anderen dienen die Kühe der Milchproduktion. Es gibt die modernen landwirtschaftlichen Betriebe, die mit vollautomatischen Melkmaschinerien ihre Produktion bewerkstelligen. Es gibt aber auch kleinere Bauernhöfe, in denen die Bauern noch selbst Hand anlegen, um ihre Kühe Elsa und Hilde zu melken. Wer selbst einmal versucht hat, eine Kuh zu melken, wird zunächste seine Schwierigkeiten haben, denn es sieht einfacher aus als es ist.
Kühe auf dem Bauernhof sind oft der erste Anlaufpunkt, wenn man mit Kindern unterwegs auf dem Lande ist. Woher die anfängliche Angst vor den harmlosen Tieren kommt, ist ungewiss. Es liegt vielleicht an der Größe?

 

Tiere auf dem Bauernhof

Hühner auf dem Bauernhof

Hühner auf dem Bauernhof

 
Wer Urlaub auf dem Bauernhof macht, steht oft mit den Hühnern auf, wie es so schön heißt. Wie es auch heißt, legen sie jeden Tag ein Ei, was man in der Früh einsammeln muss – vorausgesetzt man befindet sich auf einem kleinen Bauernhof, wo die Hühner noch freien Auslauf haben.
Ihre armen Schwestern dagegen, die in Massentierhaltung auf wenigen Quadratzentimetern ihr Dasein fristen, sind da nur zu bedauern und den armen Kreaturen ist auch kein langes Leben gegönnt. Wer eine solche Hühnerzucht einmal besichtigt hat, rührt im Leben kein Hühnerei mehr an. Wie glücklich sind da wirklich die frei laufenden Hühner. Sie haben ein großes Gehege, treten sich nicht gegenseitig auf die Füße und haben den ganzen Tag Auslauf. Einige noch glücklichere Hühner laufen frei auf dem Bauernhof herum und erkunden neugierig alles, was ihnen in die Quere kommt. Neuen Besuchern gegenüber reagieren sie sehr aufgeschlossen und wenn man Glück hat, wird man mit einem willkommenden Picken begrüßt. Hühner auf dem Bauernhof führen ein unterschiedliches Dasein. Dass die auf dem Hof sich frei bewegenden Tiere sogar ihre eigene Persönlichkeit entwickeln, liegt auf der Hand. Hier können sie fast tun und lassen was sie wollen und führen ein ungestörtes schönes Leben. Und das Geheimnis der braunen und weißen Eier stimmt wirklich. Die Farbe der Eier hängt von der Kolorierung der jeweiligen Hühner ab. Besucher eines Bauernhofes können sich davon überzeugen.
Frische Eier von frei laufenden Hühnern schmecken auch wirklich sehr viel besser als die der Hühner in den Legebatterien. Wer den Unterschied kennt, weiß ein Ei aus der Haltung mit frei laufenden Hühnern zu schätzen.
Hühner auf dem Bauernhof legen übrigens am Tag auch schon mal mehr als nur ein Ei!

Familienurlaub Bauernhof

Familienurlaub Bauernhof

Familienurlaub auf dem Bauernhof ist erstens gut für die Kinder, denn sie haben den ganzen Tag Spaß und wollen nach der einen Woche gar nicht mehr weg, zum anderen ist ein solcher Urlaub auch pädagogisch wertvoll, aber das sollte man den Kindern nicht sofort auf die Nase binden.
Das Netzwerk an Bauernhöfen, die in Deutschland Familienurlaub anbieten, ist sehr gut entwickelt. Ferien auf dem Bauernhof gibt es als Institution schon seit fünfzig Jahren und es gibt eine große Anzahl an Bauernhöfen, für die diese Form von Tourismus eine willkommene Einnahmequelle darstellt.
Es gibt für Stadtkinder nichts besseres, als auf dem Bauernhof die Tiere kennen zu lernen. Kinder lieben Tiere und wenn es nach ihnen ginge, würden sie den ganzen Tag in den Ställen die Schweine und Ziegen streicheln wollen. Leider verlernen Kinder heutzutage immer mehr den Bezug zur Natur und manche meinen im Ernst – und das ist jetzt kein Witz – das eingeschweißte Steak aus dem Supermarktregal würde industriell hergestellt. Das heißt jetzt nicht, dass man die Kinder bei einer Schlachtung zusehen lassen sollte. Da Kinder, wie gesagt, Tiere eben lieben, ist von einer solchen Aktion eher abzuraten. Nicht nur die Nähe zu den Tieren ist gut für die Kinder – die meisten kommen sehr ausgeglichen wieder nach Hause zurück – auch die gesunde Luft und die vollkommene Abwesenheit sämtlicher Medien wie Fernseher, Playstation, und so weiter, lässt die Kinder geradezu aufblühen. Nutzen Sie also die Gelegenheit und informieren sich über Regionen, die Ihnen und den Kindern gefallen. Vielleicht ist ein schöner Bauernhof dabei, wo alle ihren Spaß haben könnten.
Familienurlaub auf dem Bauernhof sollten alle Familien als Alternative zu einem Badeurlaub in Erwägung ziehen.

Das Landleben kennenlernen

Während eines Urlaubes auf dem Bauernhof hat man die beste Gelegenheit, das Landleben kennen zu lernen. Was man in der Theorie hört, hat oft wenig mit der gelebten Praxis zu tun. Wenn man an dem Leben der bäuerlichen Familie teilnimmt, dann wird man unmittelbar auch mit dem harten Leben konfrontiert, das zuweilen schon mal romantisiert und verklärt wird. Zwar leben die Bauern auf beneidenswerte Weise mehr mit der Natur zusammen, die frische Luft ist mit dem Großstadtmief nicht zu vergleichen, und die Ruhe auf dem Land ist wirklich Erholung pur, aber jeden Morgen um fünf Uhr aufstehen und rund um die Uhr pausenlos arbeiten, das würde kein Großstädter lange durchhalten. Auf einem Bauernhof melkt man als Gast auch die Kühe und mistet die Ställe aus. Man fährt mit zur Ernte auf die Felder und packt mit an, wo es nur geht. Pause wird nur gemacht, wenn sich die Familie zu den Essenszeiten versammelt. Erst dann hat man Gelegenheit, sich auszutauschen. Wer das Landleben kennengelernt hat, macht sich hinterher ein ganz anderes Bild von der Landwirtschaft. Der Beruf ist doch anstrengender als man vorher dachte. Nach einer Woche Landleben – das arbeitsreiche Wochenende mit eingeschlossen – ist man dann so richtig ausgepowert aber man weiß, was man geleistet hat. Man hat noch einen direkten Bezug zu seiner täglichen Arbeit und die macht man jeden Tag erneut mit Überzeugung. Man ist sein eigener Herr und die Natur schreibt einem vor, was man zu tun hat und nicht irgendein cholerischer Chef.
Wer das Landleben mit allen seinen Facetten kennenlernen will, der sollte eine Woche seines Jahresurlaubes opfern und eine wertvolle Erfahrung auf einem Bauernhof machen.

 

Das Landleben kennenlernen

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